Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit
 Soziale Betriebe in München

MBQ Projekt: Veranstaltungszentrum der Münchner Aids-Hilfe

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Beschäftigung
Qualifizierung
Das Projekt verfolgt den Ansatz, arbeitsmarktpolitische Integration, soziale Teilhabe und wirtschaftliche Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden. Kern ist der Aufbau eines multifunktionalen Veranstaltungszentrums, das als Ort für Seminare, Konferenzen und soziale Veranstaltungen dient und gleichzeitig Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für langzeitarbeitslose Menschen schafft. Durch die Verbindung von Veranstaltungsbetrieb, niedrigschwelligem gastronomischem Angebot und sozialpädagogischer Begleitung entsteht ein praxisnahes Arbeitsumfeld, in dem Teilnehmende grundlegende arbeitsmarktrelevante Kompetenzen erwerben und schrittweise an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden. Gleichzeitig wird ein Begegnungsort geschaffen, der Antidiskriminierung, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und insbesondere marginalisierten Gruppen sowie Mitgliedern der LGBTIQ+-Community Raum für Austausch und Sichtbarkeit bietet.Ziel des Projekts ist es, die Beschäftigungsfähigkeit von langzeitarbeitslosen Menschen nachhaltig zu stabilisieren und ihre Chancen auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt zu erhöhen. Darüber hinaus soll das Veranstaltungszentrum einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, indem es als inklusiver Veranstaltungsort zur Aufklärung, Gesundheitsförderung und zur Förderung von Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt beiträgt.
ProjektnameVeranstaltungszentrum der Münchner Aids-Hilfe
TrägerMünchner Aids-Hilfe e. V.
Projekt‑Adresse Lindwurmstraße 71 - 73, 80337 München
Telefon089 54 333 0
Fax
E-Mailveranstaltungen@muenchner-aidshilfe.de
Internet‑Adressewww.muenchner-aidshilfe.de
Zielgruppen

Das Angebot richtet sich an langzeitarbeitslose Menschen mit und ohne HIV-Diagnose, darunter auch ehemals drogengebrauchende Menschen, substituierte Personen sowie Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen, die eine Stabilisierung ihrer Lebenssituation und eine schrittweise Heranführung an den Arbeitsmarkt benötigen. Die Teilnahme erfolgt in der Regel über Zuweisungen durch Jobcenter oder Sozialhilfeträger. Voraussetzung für die Teilnahme ist die grundsätzliche Bereitschaft, an einer Beschäftigungsmaßnahme mitzuwirken, sowie die individuelle Eignungsfeststellung im Rahmen eines arbeitsbezogenen Profilings. Dabei werden persönliche Belastbarkeit, gesundheitliche Situation, soziale Rahmenbedingungen sowie berufliche Ziele berücksichtigt, um ein passendes Einsatzfeld und realistische Integrationsperspektiven zu entwickeln.

Förderangebote

Das Förderkonzept basiert auf einer Kombination aus praxisnaher Beschäftigung, fachlicher Anleitung und intensiver sozialpädagogischer Begleitung. Die Teilnehmenden arbeiten unter realitätsnahen Bedingungen im Veranstaltungs-, Büro-, Gastronomie- oder hauswirtschaftlichen Bereich und erwerben dabei arbeitsmarktrelevante Kompetenzen wie Kundenorientierung, Teamarbeit, Organisation, Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeit. Ergänzend erfolgen individuelle Zielvereinbarungs- und Beratungsgespräche, Bewerbungstraining, Qualifizierungsangebote sowie Unterstützung bei der Stabilisierung der persönlichen Lebenssituation. Als Förderinstrumente werden insbesondere Arbeitsgelegenheiten nach §16d SGB II, Maßnahmen im Rahmen von SGB XII, Angebote des dritten Arbeitsmarktes sowie Programme zur Teilhabe am Arbeitsmarkt eingesetzt. Perspektivisch können Teilnehmende durch Umschulungen anerkannte IHK-Abschlüsse, insbesondere im Bereich Büro- oder Veranstaltungsmanagement, erreichen.

Projektorganisation

Die Projektorganisation basiert auf einem interdisziplinären Team aus sozialpädagogischen Fachkräften sowie fachlich qualifiziertem Anleitungspersonal, darunter Fachkräfte aus den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Büroorganisation und Gastronomie. Das Personal verfügt über fundierte sozialpädagogische Kompetenzen, arbeitsmarktbezogene Erfahrung sowie berufspraktische Qualifikationen in den jeweiligen Einsatzfeldern und gewährleistet sowohl fachliche Anleitung als auch individuelle Stabilisierung und Integrationsbegleitung der Teilnehmenden. Das Projekt arbeitet eng mit Jobcentern, Sozialhilfeträgern sowie arbeitsmarktpolitischen Programmen und Netzwerken zusammen. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit sozialen Einrichtungen, Bildungspartnern sowie regionalen Akteurinnen und Akteuren

Finanzierung

Das Projekt wird durch das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) der Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft, gefördert. Das Projekt basiert auf einer Mischfinanzierung aus Mitteln des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms, weiteren öffentlichen Fördermitteln und Eigeneinnahmen. Zu den Fördermitteln zählen Zuschüsse des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, Mittel des Jobcenters (SGB II) sowie Fördermittel des Sozialreferats der Landeshauptstadt München und des Bezirks Oberbayern (SGB XII). Ergänzend werden Einnahmen durch Vermietung von Veranstaltungsräumen und Serviceangebote erzielt.

Weitere Informationen zum Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) unter www.muenchen.de/mbq